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Inforeihe: alters- & kindgerechte Medien

Ein für uns besonderes Thema stand bei unserer Fortbildungsveranstaltung am Montag 09.09.2019 im Mittelpunkt: Medien müssen alters- und kindgerecht genutzt werden. Wir Erwachsenen tragen hierfür die Verantwortung. Dabei ging es den Referenten nicht um eine "Verteufelung" der Medien, sondern aufzuzeigen wie man mit Medien kindgerecht und verantwortungsbewusst umgehen sollte. Heutzutage lernen viele Kinder ganz selbstverständlich, die Medien zu bedienen und zu nutzen. Doch es geht tatsächlich noch um viel mehr, als ein paar Knöpfe auf dem Tablet oder dem Handy zu drücken. "Inadäquater Medieneinfluss" kann zu Beeinträchtigungen in der Persönlichkeitsentwicklung unserer Kinder führen!

 

Auch wir als Rehaklinik wollen dazu einen Beitrag leisten, um die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und sie im Umgang mit neuen Medien altersgerecht anzuleiten und zu begleiten.

Dabei ist es wichtig zu verstehen, was genau so wichtig an der sogenannten „Medienkompetenz“ ist und auf welche Altersklassen sich die unterschiedlichen Medienangebote erstrecken. Es geht nicht darum den Kindern den Kontakt zu den Medien zu verbieten, sondern vielmehr darum, Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu begleiten. Die verschiedenen Medien zu erklären, aufmerksam zu machen auf die Gefahren und vor allem wie man die Medien sinnvoll nutzen kann. 

Worum geht es bei der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen?

Mit einer Selbstverständlichkeit bedienen Kinder heute das Tablet, die Apps auf einem Handy oder die simple Fernbedienung. Sie wissen bereits im frühsten Kindesalter, wie diese Geräte grundsätzlich zu bedienen sind. Sozusagen ein Kinderspiel auf einer riesigen Spielelandschaft.

Sie probieren es einfach aus, schauen bei den älteren Geschwistern zu und lernen dabei ständig dazu - wie die Menüs und Apps funktionieren, was man mit der Maus machen muss und wozu die Knöpfe an der Fernbedienung da sind.

Doch es bedarf viel mehr für einen sinnvollen Umgang mit den Medien. Fachleute nennen dies Medienkompetenz. Dabei geht es vor allem darum, dass Kinder lernen:

  • für sich selbst Sinnvolles und Interessantes aus dem großen Medienangebot auszuwählen, statt wahllos zu konsumieren,
  • die Inhalte einzuordnen und zu verarbeiten,
  • Medienangebote und Werbung kritisch zu beurteilen, 
  • Medienbotschaften zu hinterfragen und sich nicht von der Anziehungskraft von Medienklischees einfangen zu lassen,
  • Medien auch dazu zu nutzen, kreativ zu sein und sich mit anderen auszutauschen.

 

Besprechen Sie mit Ihrem Kind die Möglichkeiten und auch die Interessen. So haben Sie mehr Einfluss und Ihr Kind kann durch Ihre Erfahrungen profitieren. Dies könnte auch für eine gemeinsame Zeit sprechen, bei der Sie gemeinsam die Medien nutzen.