Charlottenhall - Aktuell

Mobbing unter Jugendlichen

 

Mobbing in der Schule

Unser Appell – Nehmt Eure Kinder ernst!

Jeder zweite Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren erlebt in der Schule oder deren Umfeld Mobbing durch Gleichaltrige. Weltweit sind laut eines aktuellen Berichts des UN-Kinderhilfswerks UNICEF rund 150 Millionen Jugendliche davon betroffen – in reichen wie in armen Ländern. Etwas mehr als jeder dritte Jugendliche in diesem Alter hat demnach im vergangenen Monat Mobbing durch Gleichaltrige erfahren. 

Im Unterschied zu "normalen" Konflikten ist Mobbing vor allem dadurch gekennzeichnet, dass es zielgerichtet und über einen längeren Zeitraum durch eine einzelne Person oder durch eine Gruppe betrieben wird. Ziel ist: die gemobbte Person zu isolieren, zu schwächen oder auszugrenzen.

 

Größter Fehler ist es, Mobbing zu verharmlosen oder zu ignorieren

Wir erleben in unserem Klinik-Alltag immer häufiger Kinder, die in ihrem schulischen Alltag massiven Mobbing-Attacken ausgesetzt sind. In den psychologischen Gesprächen mit unseren jugendlichen Patienten sind wir manchmal absolut schockiert, was Schüler ertragen müssen, ohne dass von Lehrern oder Schulleitern eine Reaktion kommt. In einigen Fällen haben diese Kinder aufgrund der Hilflosigkeit und Aussichtslosigkeit ihrer Situation sogar bereits ausgeprägte Depressionen entwickelt.

Dabei muss es gar nicht so weit kommen. Mobbing hat nur dann eine Chance, wenn alle wegschauen. Deshalb appellieren wir an alle Eltern: Haben Sie Verdachtsmomente, dass Ihr Kind gemobbt wird, äußert sich Ihr Kind diesbezüglich vielleicht sogar offen zuhause, dann nehmen Sie Ihr Kind bitte ernst! Holen Sie sich unter Umständen Hilfe von außen. 

 

Holen Sie rechtzeitig Hilfe!

Unter: www.mobbing-hilfe.de finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema.

www.mobbing-hilfe.de wurde im Frühjahr 2002 ins Leben gerufen. Das Netzwerk dient der Schaffung einer optimalen Hilfe für Betroffene. Darüber hinaus dient es der Vorbeugung von Mobbing durch Information von Arbeitgebern, Arbeitgeberverbänden, Betriebsräten, Gewerkschaften, Politik, Medien und der interessierten Öffentlichkeit.